Neue Gewerbegebiete müssen möglichst ressourcenschonend entwickelt werden | Nachhaltige Gewerbegebiete als Blaupause  

Als „absolut notwendige Priorität für Mainz und die gesamte Region “ bezeichnet David Dietz, Fraktionsvorsitzender der Freien Demokraten im Mainzer Stadtrat, die Erschließung neuer Flächen für Handel und Gewerbe. „Insbesondere nach dem prognostizierten und erwartbaren Einbruch der Gewerbesteuereinnahmen gilt es mehr denn je, den Biotechstandort weiter konzentriert aufzubauen“, ist Dietz überzeugt.  „Daneben müssen wir aber auch den Branchenmix im Auge behalten. Wir wissen, dass wir Flächen benötigen, um die Nachfragen bedienen zu können.“ Dietz will einen Wachstumsturbo für Mainz und die Region.

Ausweisung neuer Gewerbeflächen ist kommunale Daseinsvorsorge  

In dem Zusammenhang erinnert Dietz daran, dass die Ausweisung neuer Gewerbeflächen in Mainz im Koalitionsvertrag der Ampel als „kommunale Daseinsvorsorge“ verankert wurde. „Neben möglichen Neuansiedlungen wollen und müssen wir natürlich auch die Wünsche der schon am Standort etablierten Unternehmen und Betriebe berücksichtigen. Ein diesbezügliches Gutachten hat als maximales Volumen 77 ha an Flächenbedarf ermittelt“, erläutert Dietz.

Diese Menge verdeutliche einmal mehr, dass es in Mainz eine vitale und bunt gemischte Unternehmenslandschaft gebe, die am Standort weiter tätig sein und expandieren wolle. „Auch diesen Unternehmen müssen wir dringend Perspektiven bieten, um den Standort attraktiv zu halten.

Nachhaltige Gewerbegebiete entwickeln

Die Bedenken des Mainzer NABU- Vorsitzenden Christian Henkes zur möglichen Realisierung eines Gewerbegebiets zwischen Mainz und Ober-Olm nimmt Dietz ernst. Vor diesem Hintergrund sei es gut, dass die Mainzer Grundstücksgesellschaft (GVG) ein entsprechendes Umweltgutachte in Auftrag gegeben habe.  Im Übrigen wolle natürlich auch kein vernunftbegabter Akteur in Mainz Gewerbegebiete erschließen, wie dies vor zwanzig oder auch zehn Jahren der Fall war.

„Für die FDP- Fraktion sind möglichst ressourceneffiziente Gewerbegebiete von entscheidender Bedeutung, um die Belastungen möglichst gering zu halten und gleichzeitig die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen und unseres Standorts zu erhalten und zu verbessern“, macht Dietz deutlich. „Ich plädiere schon seit geraumer Zeit für die Realisierung sogenannter nachhaltiger Gewerbegebiete in der Region. Im Ruhrgebiet können wir uns diesbezüglich einiges abschauen“, weiß Dietz. Auch die Entwicklung solcher Flächen im Cradle-to-Cradle-Stil, vor allem im Baubereich, ist für Dietz wichtig.   

Interkommunale Zusammenarbeit und rasche Umsetzung  

Interkommunale Zusammenarbeit, wie beispielsweise zwischen Mainz und Ober-Olm zur Entwicklung eines neuen Gewerbegebiets sieht Dietz als Blaupause „Natürlich sind wir auch als Landeshauptstadt klug beraten, uns mit den angrenzenden kommunalen Gebietskörperschaften abzustimmen und gemeinsame Ansiedlungsmöglichkeiten zu schaffen“, merkt Dietz an.

Abschließend erneuert der freidemokratische Fraktionsvorsitzende seine Forderung nach rascher Umsetzung: „Die Erschließung von Flächen dauert von der Planung über den Erwerb bis hin zur endgültigen Ansiedlung natürlich seine Zeit. Daher ist es wichtig, keine künstlichen Hürden aufzubauen, sondern zu zeitnahen und klaren politischen Entscheidungen zu kommen“ meint Dietz.