Dietz: Chance auf Biotechstandort muss effizient angegangen werden

Alzey als Vorbild bei gemeinsamen Anstrengungen

Mit nicht wenig Wehmut blicke der Vorsitzende der FDP- Stadtratsfraktion, David Dietz, in diesen Tagen in Richtung Alzey.

„Die Ansiedlung des amerikanische Pharmaunternehmens Eli Lilly im Industriegebiet Alzey-Ost macht deutlich, dass auch bei uns wirklich große Würfe möglich sind. Währenddessen verheddern wir uns beim Aufbau unseres Biotechstandortes am Europakreisel im Klein-Klein, weil Vorgaben des Bebauungsplans um 3,93 Meter gerissen werden“, bedauert Dietz.

Die Debatte um das neue LAB 2 ähnelt in frappierender Weise dem grauenvollen Theater, das es auch um das mittlerweile immer stärker konturannehmende LAB 1 gibt. „Wenn es wirklich darum geht, dass wir künftig über jeden Antrag, bei dem 3,93 Meter zu viel geplant werden, eine ellenlange Grundsatzdiskussion, inklusive persönlicher Schmähungen, führen, können wir unsere „Jahrhundertchance“ auch gleich drangeben“, findet Dietz. „Das nervt ja nur noch!“

Mainz befindet sich mit vielen anderen Standorten, die Pharma- und Biotechnologiefirmen von einem Investment überzeugen wollen, in einem intensiven Wettbewerb. „Wir müssen beweisen, dass wir es ernst meinen und neben Novo Nordisk und BioNTech weiteren Herstellern und Forschungsunternehmen den roten Teppich ausrollen wollen. Nicht zuletzt dank der gesenkten Gewerbesteuersätze haben wir derzeit gute Argumente.“

Deshalb ist es nach Dietz´ Ansicht nunmehr entscheidend, die infrastrukturellen Voraussetzungen zu schaffen. „Nach intensiver Debatte um den Standort haben wir uns fraktionsübergreifend mehrheitlich dafür entschieden, diesen Weg zu gehen. Es kann deshalb nicht sein, dass wir uns jetzt in jeder Runde mit Petitessen aufhalten“, mahnt Dietz. Es braucht offensichtlich noch einmal einen gemeinsamen Kraftakt, damit die Landeshauptstadt an der Stelle wirklich vorankomme. „Sollten wir tatsächlich einen neuen Bebauungsplan brauchen, muss klar sein, dass die Chance auf ein effizienteres Vorankommen für den Biotechstandort Vorfahrt bekommt“, fordert Dietz.

„Alzey hat es bravourös vorgemacht! Für das kommende Jahr wünsche ich mir sehr, dass wir uns davon eine Scheibe abschneiden“, so Dietz abschließend.