Politisches Tempo aus Wiesbaden bei Citybahn kontraproduktiv – Zusammenarbeit über den Rhein hinweg nicht 

Der Vorsitzende der Mainzer FDP, David Dietz, freut sich, dass der Oberbürgermeister der Landeshauptstadt, Michael Ebling (SPD), auch auf die liberale Linie einschwenkt, nach der die Diskussion um eine mögliche Straßenbahnverbindung zwischen Mainz und Wiesbaden auf keinen Fall überstürzt angegangen werden dürfte.

„Zunächst einmal müssen die offenen Fragen zum Bedarf, zur Wirtschaftlichkeit und zu Belastungen geprüft und geklärt werden. Erst dann beginnt der eigentliche Diskussionsprozess. Der Druck aus Wiesbaden bringt gar nichts und ist tatsächlich nicht sehr förderlich“, bemängelt Dietz.

Als „ darüber unglücklichsten Zeitpunkt, den man sich denken kann“ empfindet David Dietz, Kreisvorsitzender der Mainzer FDP, die Debatte um die Errichtung einer Straßenbahnlinie vom Wiesbadener Hauptbahnhof zum Gegenstück in Mainz im Sommer 2017.

„Die ganze Landeshauptstadt und weite Teile der Region ächtzen unter extremen verkehrlichen Belastungen. In der Situation eine Diskussion vom Zaun zu brechen, wann und wie schnell ein neues Megaprojekt auf den Weg gebracht werden kann, grenzt an politische Unvernunft“, meint Dietz. „Die verstärkte Zusammenarbeit mit Wiesbaden bietet eine riesige Bandbreite von Vorteilen, wir sollten sie nicht mit unnötigem Druck verspielen.“