Die steigende Zahl der PKW und von Nutzfahrzeugen mit Elektroantrieb wird die Mainzer Feuer-
wehr vor neue Herausforderungen stellen. Der Großbrand von PKW-Akkus in einer Lagerhalle in
Bischofsheim hat gezeigt, dass das Risiko derartiger Vorfälle steigt und dass die Feuerwehren bei
derartigen Brandsituationen auf neues Spezialgerät angewiesen sind. Gemäß der Pressebericht-
erstattung ist die speziell erforderliche Ausrüstung derzeit im nahen Umkreis der Stadt Mainz nicht
verfügbar.
Wir fragen an:
1. Verfügt die Mainzer Feuerwehr über die notwendige Ausrüstung oder muss Spezialgerät bei Akku-
bränden angefordert werden?
2. Wenn ja, von welchen Feuerwehren wird bisher dieses Spezialgerät angefordert?
3. Wie lange dauert es, bis erforderliche Ausrüstung in Mainz verfügbar ist und wie lange wird sie im
Einsatzfall (Brand eines E-PKW) benötigt?
4. Gab es schon Schwierigkeiten bei der Verfügbarkeit bzw. ist diese aktuell sichergestellt?
5. Welche Feuerwehren in der Region halten eine Ausrüstung für Brände von E-PKW oder E-
Nutzfahrzeugen vor?
6. Plant die Mainzer Feuerwehr die Anschaffung von entsprechender Ausrüstung und welche Ausstat-
tung wird erforderlich oder wünschenswert?
7. Wie hoch sind die Anschaffungskosten für die jeweiligen Geräte?
8. Stadtnahe Unternehmen verfügen über elektrisch betriebene Nutzfahrzeuge, die MVG hat gerade
die Lieferung von 23 E-Bussen angekündigt. Diese Fahrzeuge verfügen über eine sehr hohe Batterie-
kapazität. Gibt es Konzepte oder Planungen seitens der Feuerwehr für (hoffentlich nicht eintretende)
Schadensereignisse mit diesen Fahrzeugen?
9. Bei ESWE-Verkehr in Wiesbaden hat die Feuerwehr den Rückbau einer Abstellüberdachung für die
Busse vor der Inbetriebnahme der Ladeinfrastruktur gefordert. Gibt es in Mainz vergleichbare Aufla-
gen der Feuerwehr?
David Dietz
Fraktionsvorsitzender