Grüne entdecken kurz nach der Wahl ihr Herz für Familien – verspätete Empörung ist Heuchelei

Zur jüngsten Pressemitteilung der Grünen Stadtratsfraktion zum Mainzer Schülerticket erklärt die FDP-Fraktion im Mainzer Stadtrat:

„Dass die Grünen nun zwei Tage nach der Landtagswahl ihre Besorgnis über die Preissteigerung beim Schülerticket äußern, wirkt reichlich unglaubwürdig“, sagt die Fraktionsvorsitzende der FDP im Mainzer Stadtrat Susanne Glahn. „Denn genau diese freiwillige Leistung der Stadt wurde in der Koalition und mit Zustimmung der Grünen aus dem Haushalt gestrichen – ohne jede vorherige Diskussion im Rahmen der Konsolidierungsrunden.“

Bereits Anfang Februar hatte die FDP-Fraktion im Stadtrat nachgefragt, wie sich Koalition und Verwaltung die Kommunikation gegenüber den betroffenen Familien vorstellen. Eine Antwort blieb damals aus. Erst durch diese Anfrage wurde öffentlich bekannt, dass die städtische Zuschussregelung stillschweigend entfallen war.

„Wer den Finanzdezernenten stellt und damit für den Haushalt maßgeblich verantwortlich ist, kann sich nachträglich nicht als Verteidiger der Familien geben“, so die FDP weiter. „Die Grünen versuchen hier offensichtlich, von ihrer eigenen Mitverantwortung abzulenken. Das ist nicht nur unehrlich, sondern auch schlechter Stil.“

Darüber hinaus betont die FDP-Fraktion, dass derartige Einsparungen keine echte Konsolidierung darstellen. „Hier wird an den falschen Stellen gespart, während die Stadt zugleich in neue Rekordverschuldung hineinschlittert“, erklärt die FDP. „Die Koalition macht schlicht nicht ihre Hausaufgaben. Eine Finanzpolitik, die kommende Generationen mit Jahrzehnten harten Sparens belastet, ist unverantwortlich und spaltet die Gesellschaft.“

Die FDP-Stadtratsfraktion Mainz spricht sich ausdrücklich für den Erhalt der Förderung des Schülertickets aus. „Die Entfernung zur Schule darf nicht darüber entscheiden, ob junge Menschen gleichberechtigt am gesellschaftlichen Leben teilnehmen können“, so die FDP. „Das Ticket ermöglicht Jugendlichen nicht nur den Weg zur Schule, sondern auch zu kulturellen Veranstaltungen, sportlichen Aktivitäten und sozialen Begegnungen. Es fördert Selbstständigkeit, Eigenverantwortung und Teilhabe.“

Gerade mit Blick auf die Einschränkungen, die Jugendliche während der Pandemie hinnehmen mussten, sei diese Unterstützung ein wichtiges Signal. „Wenn die Stadt Mainz Verantwortung für die junge Generation übernehmen will, dann muss dieses Angebot im Kernhaushalt fest verankert werden“, betont die FDP. „Dafür muss die Koalition an anderer Stelle den Rotstift ansetzen – aber nicht bei der Jugend, den Familien und den Schwächsten unserer Gesellschaft.“