Pressemeldung der FDP Stadtratsfraktion vom 21.12.2020

Die FDP Stadtratsfraktion hält an ihrer Forderung nach einer Freitreppe vom Jockel-Fuchs-Platz zum Rheinufer fest, obwohl sich die Denkmalfachbehörde GDKE gegen eine mögliche weiträumige Öffnung ausgesprochen hat.

Peter Strokowsky (li.), baupolitischer Sprecher der Mainzer Freidemokraten begründet die Notwendigkeit der Freitreppe: „Eine großzügige Freitreppe muss kommen. Die gefühlt fast vollständige Abschottung des Rathausplateaus und die Kappung der wichtigen Wegebeziehung zwischen Brandzentrum und Rheinufer muss überwunden werden. Dies ist nicht nur weitverbreiteter Wunsch in der Bürgerschaft, dies ist auch aus städtebaulicher Sicht notwendig, um die triste Ödnis des Rathausvorplatzes zu beseitigen.“

Dem Ansinnen des Denkmalschutzes, den Bastionscharakter der Rheinfront zu bewahren, müsse aus unserer Sicht entschieden widersprochen werden. Der Vorschlag der Behörde, die vorhandene Treppe am bisherigen Standort geringfügig zu erweitern, sei in keiner Weise geeignet, den Zugang vom Rathaus und den Rheingoldhallen zum Rhein großzügig zu öffnen.

„Den Denkmalbehörden zu entsprechen, hieße, die große Chance zu verspielen, einen weiteren Schritt der Öffnung der Altstadt zum Rhein hin zu schaffen. Nachdem bereits die Planungen zur Rathaussanierung ganz erheblich von den – auch kostentreibenden – Belangen des Denkmalschutzes beeinflusst werden, erwarten wir, dass sich die Behörden bei der Neugestaltung der Treppenanlagen zurücknehmen“, betont Strokowsky. „Es wäre niemandem zu vermitteln, würde das Ergebnis des damaligen architektonischen Zeitgeschmacks der 1970er Jahren jetzt nicht korrigiert werden, zumal bereits seit einigen Jahren ein gelungener Gestaltungsvorschlag als Ergebnis eines Wettbewerbs zu diesem Thema vorliegt“.

Auch der Fraktionsvorsitzende, David Dietz, kann dem Ansinnen der GDKE nichts abgewinnen. „Der Jockel-Fuchs-Platz führt ein trostloses Nischendasein und könnte aufgrund seiner Lage doch einer der aufregendsten Plätze als Verbindung der Altstadt zum Rheinufer werden. Der Wunsch, den Rathausvorplatz derart abgeschottet zu belassen, passt in graue Vorzeiten. Bei allem Verständnis für den Denkmalschutz, darf sich gerade an der Stelle keine Verhinderungspolitik durch die GDKE einschleifen.“