Die Mainzer Freien Demokraten haben schon in der Vergangenheit die Fahrradpiktogramme kritisch beurteilt, auch wenn sie in guter Absicht aufgetragen wurden. Sie haben – so zeigt sich heute – zu zahlreichen Missverständnissen geführt.

Wenn sich nach der 5-jährigen Testphase nun herausstellt, dass die Piktogramme nicht zur Verkehrssicherheit beitragen und sogar als rechtswidrig einzustufen sind, liegen die Konsequenzen klar auf der Hand. „Die Auffassung des LBM, dass Fahrrad-Piktogramme keine Grundlage in der StVO finden, ist auch fachlich zutreffend“, so Dr. Marc Engelmann.

Die Ankündigung der Verkehrsdezernentin, Anordnungen der oberen Verkehrsbehörde nicht Folge leisten und die Piktogramme sogar ausweiten zu wollen, ist besorgniserregend. „Wenn eine aktuelle Studie eine steigende Zahl von Radunfällen bei Mischverkehr feststellt, muss es unser aller Anliegen sein, solche Gefahren zu beseitigen und sie nicht noch zu fördern.“ „Verkehrssicherheit geht immer vor!“, fordert die FDP-Kreisvorsitzende Susanne Glahn.

„Die Instandhaltung der Radwege und die weitere Einrichtung von Fahrradstraßen wäre die bessere und sinnvolleren Alternativen als rechtswidrige Piktogramme auf der Straße“, so Werner Rehn, FDP-Mitglied des Verkehrsausschusses, mit Hinweis auf den teilweise desolaten Zustand der Radwege. Die Freien Demokraten wollen keinen Kulturkampf „Fahrrad gegen Auto“, der letztlich nur die Verkehrsteilnehmer gefährdet. Ein faires Miteinander Aller sollte möglich sein, so Werner Rehn abschließend.